Clemens-Brentano-Gymnasium
Dülmen
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interne Verweise

Geschichte

„Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten."

Dies forderte schon einer der bedeutendsten Dichter der Aufklärung, Gotthold Ephraim Lessing, im 18. Jahrhundert. Und tatsächlich: Auch heute, im 21. Jahrhundert, beschäftigen wir uns noch mit Geschichte, die uns ja auch im Alltag nahezu überall begegnet – sei es in Bauten wie dem Lüdinghauser Tor oder dem Mahnmal vor der Herrmann-Leeser-Schule, in Fernsehen und Kino (zuletzt etwa mit Filmen wie „Der Staat gegen Fritz Bauer" oder „Er ist wieder da"), in Comics und Romanen („Asterix und Obelix", „Das Jahr der Wölfe" von Willi Fährmann usw.) oder auch im Gespräch mit Großeltern und Eltern.

 

Doch wie – und warum - soll sie denn nun „den Verstand erleuchten"? Auf den ersten Blick befinden wir uns in einer sehr bequemen Ausgangssituation: Es gibt in Deutschland und in weiten Teilen Europas keinen Bürgerkrieg, keine systematische Unterdrückung von gesellschaftlichen Gruppen, keine gewaltsamen Revolten. Die demokratischen Institutionen arbeiten vergleichsweise gut und zuverlässig, die öffentlichen Diskussionen sind lebendig und vielfältig, es gibt ein breites Innovationspotential in unterschiedlichsten politischen und ökonomischen Feldern.

 

Sehen wir aber genauer hin, zeigt sich: Auch in unserem Land, auch in Europa sind demokratische Freiheitsrechte, soziale Errungenschaften und verantwortliches Handeln in politischen, technischen, ökonomischen und sozialen Entscheidungsfeldern gefährdet und müssen immer wieder neu erkämpft, neu definiert und neu bewusst gemacht werden. Die Vergangenheit zeigt uns sehr deutlich, wie schnell die Errungenschaften einer Epoche durch das Handeln Einzelner oder ganzer Gruppen wieder verloren gehen können.

 

Und genau da kann und soll schulischer Geschichtsunterricht ansetzen: Kompetent urteilen und handeln, sich kritisch mit der Realität auseinandersetzen, soziale Orientierung ermöglichen – dies sind die ausgesprochen gegenwartsbezogenen Lernziele der Beschäftigung mit der Vergangenheit. Geschichte soll auch die Ausdrucks- und Empathiefähigkeit bei Jugendlichen fördern und sie zu sozialem und politischem Engagement ermutigen. Und so ganz nebenbei finden wir auch noch heraus, ob es wirklich Obelix war, der der Sphinx die Nase abgebrochen hat...