





„Warum Grundrechte nicht selbstverständlich sind…“
Schüler und Schülerinnen der Klassen 9 und 10 erleben die Bedeutung von Menschen- und Grundrechten
Im Rahmen eines zwölfstündigen Projekts zum Thema „Grundrechte – heute und früher: Wir erinnern uns“ setzten sich die 7 Schülerinnen und Schüler einer DaZ-Gruppe aus den Klassen 9 und 10 vertieft mit den Grundlagen des Grundgesetzes sowie der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Ziel des Projekts für die Jugendlichen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen sind, war es, ein grundlegendes Verständnis für die Bedeutung der Menschen- und Grundrechte zu entwickeln und historische Zusammenhänge alters- und sprachgerecht zu erschließen.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Zu Beginn wurden zentrale Inhalte des Grundgesetzes erarbeitet. Dabei standen mit anschaulichen Fallbeispielen neben der Menschenwürde die Freiheit und Gleichberechtigung im Mittelpunkt. Im Anschluss beschäftigte sich die Lerngruppe mit der Zeit des Nationalsozialismus und den Folgen der systematischen Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen. Gemeinsam wurde erarbeitet, warum die Erfahrungen dieser Zeit für die Entstehung des Grundgesetzes von besonderer Bedeutung sind.
Ein besonderer Bestandteil des Projekts war die Exkursion zu den Stolpersteinen in Dülmen. Vor Ort lernten die Schülerinnen und Schüler die Schicksale ehemaliger Bürgerinnen und Bürger kennen, die während der NS-Zeit verfolgt oder ermordet wurden. Die Stolpersteine von Hermann Leeser und anderen Dülmerinnen ermöglichten einen anschaulichen und persönlichen Zugang zur Erinnerungskultur aber auch zu historischen Fluchtbewegungen.
Das Projekt förderte sowohl historische als auch sprachliche Kompetenzen. Die jungen Menschen waren mit viele Freude sowie Neugierde dabei und entwickelten ein Bewusstsein für die Bedeutung von Grundrechten und gesellschaftlicher Verantwortung.