Clemens-Brentano-Gymnasium
Dülmen
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Bildung gemeinsam - auf Dülmens Spuren!
Schulleiterin Maike Verwey und der Leiter des Stadtarchives Dülmen, Dr. Stefan Sudmann, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zur Bildungspartnerschaft.

Bildung gemeinsam - auf Dülmens Spuren!

16.01.2018

Stadtarchiv und CBG gehen in Kooperation

 

Das Stadtarchiv in der Hermann-Leeser-Schule ist schon über Jahrzehnte ein fester Bezugsort für Schülerinnen und Schüler sowie die Bildungsarbeit am Clemens-Brentano-Gymnasium. Schon 1995 haben Oberstufenschüler des Leistungskurses Geschichte von Herrn Leo Dieker im Rahmen einer Projektarbeit zum "Nationalsozialismus in Dülmen" historische Zeitschriften im Stadtarchiv als Grundlage ihrer Arbeit durchforscht. Mitarbeiter des Stadtarchivs waren damals schon eine große Unterstützung für die jungen Historiker. Diese kompetente Hilfestellung ist bis heute geblieben und hat nun - längst überfällig - in einem Kooperationsvertrag zur Bildungspartnerschaft Ausdruck gefunden.

 

Feierstunde zur Unterzeichnung im Stadtarchiv

 

Am 11. Januar 2018 fand im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Stadtarchiv die Unterzeichnung zusammen mit Herrn Dr. Sudman, Leiter des Stadtarchivs, statt. Was bisher wie selbstverständlich in Unterricht und schulische Arbeit integriert war, bildet die Grundlage dieser Bildungspartnerschaft.

 

Quellenparcour für die Jahrgangsstufe 6 führt an historisches Arbeiten heran

 

Beide Sekundarstufen werden durch diese Kooperation erfasst. Das Stadtarchiv, schon immer Ort für Entdecker und Forscher, wird weiterhin erlebbar gemacht. Bereits die Jahrgangsstufe 6 nehmen im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe an einem Quellenparcour teil. So gehen sie erste Schritte, um historische Quellen chronologisch einordnen zu können. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler so die Arbeit von Historikern kennen.

 

AG packt den "Geschichtsrucksack"

 

Neben der Integration in den Regelunterricht wird die Kooperation mit dem Stadtarchiv auch im Bereich der Arbeitsgemeinschaften am CBG Früchte tragen. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I erhalten in einer freiwilligen AG die Möglichkeit, auf den Spuren der Dülmenerinnen und Dülmener zu wandeln und ihre Ergebnisse in einem "Geschichtsrucksack" zu sammeln. So wird Geschichte spannend und erlebt eine Motivation durch den persönlichen Bezug zum eigenen Lebensraum.

 

Unterstützung beim wissenschaftlichen Arbeiten für die Oberstufe

 

Die Oberstufenschülerinnen und -schüler haben - wie schon seit Jahren - die Möglichkeit, im Zuge ihrer Facharbeiten, die auf das wissenschaftliche Arbeit an Universitäten und Fachhochschulen vorbereiten sollen, das Stadtarchiv als Ort der Informationssuche und der Hilfestellung in Anspruch nehmen zu können. Dabei war und ist Dr. Sudmann ein motivierender und kompetenter Ansprechpartner.

 

Lokalgeschichte im Zusatzkurs Geschichte

 

Auch die Zusatzkurse im Fach Geschichte bilden einen weiteren Schwerpunkt: Sie erarbeiten die Geschichte vor Ort - so wird Lokalgeschichte in historischen Dokumenten greifbar. Hier können die Mitarbeiter des Stadtarchivs zudem spannende Zusammenhänge vorstellen.

 

So darf sich die Schulgemeinschaft des CBGs über diese neue Partnerschaft freuen.

 

 

 

Bericht der Stadt Dülmen (c) Nina Wischeloh

Bildungspartnerschaft: Stadtarchiv und Gymnasien unterzeichnen Vertrag

Dülmen. Wenn Geschichte nicht abstrakt bleibt, sondern es gelingt, sie persönlich werden zu lassen, dann ist dies die beste Voraussetzung, um sich mit ihr zu beschäftigen. Mit einer neuen Bildungspartnerschaft mit dem Stadtarchiv schreiben sich das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium (AvDHG) und das Clemens-Brentano-Gymnasium (CBG) diesen konkreten Vermittlungszugang als festes Ziel in ihr Hausaufgabenheft. Dabei besteht schon seit vielen Jahren mit beiden Schulen ein kontinuierlicher Kontakt. Es gab viele Besuche und gemeinsame Projekte. „Der Kooperationsvertrag ist nun noch eine weitere Verfestigung dieser guten Zusammenarbeit“, erklärte der Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann bei dem Pressetermin zur Vertragsunterzeichnung. Die Schulleiterin das AvDH-Gymnasiums, Ursula Ellenbracht, betonte: „Wir institutionalisieren nun etwas, was sich über die Jahre sehr erfolgreich etabliert hat.“ Und auch Maike Verwey, Schulleiterin des CBG-Gymnasiums, zeigte sich überzeugt: „Die Partnerschaft ist eine großartige Chance, denn sie gibt den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Geschichte durch Zeitdokumente ganz wörtlich zu ‚begreifen‘“.

 

Wie fruchtbar eine solch intensive Kooperation sein kann, zeigt sich in der Bildungspartnerschaft zwischen dem Archiv und der Hermann-Leeser-Realschule, die „fast genau vor fünf Jahren die erste Partnerschaft im Kreis Coesfeld war“, betonte Klaus Ricker, Leiter des Fachbereiches Bildung der Stadt Dülmen. Hieraus entstand unter anderem das Buch „Von allem etwas...“. Die Bildungspartnerschaft ist ein Instrument, das vor einigen Jahren auf Landesebene angestoßen wurde und dafür sorgen soll, dass auch außerschulische Lernorte einen festen Platz im Schulalltag bekommen. Hiervon profitieren beide Seiten. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Archiv, Stadtbücherei oder Musikschule neben der Schule Bildungseinrichtungen vor Ort kennen. „Wir haben auf der anderen Seite die Möglichkeit, junge Menschen für unsere Einrichtungen zu gewinnen“, so Klaus Ricker.

 

Die Verträge mit den beiden Dülmener Gymnasien beinhalten unterschiedliche Zielsetzungen. Diese werden dann nach zwei Jahren überprüft und eventuell angepasst.

 

Das AvDH-Gymnasium hat beispielsweise aufgenommen, beim Thema Industrialisierung das Archiv zu besuchen. Dieser Anknüpfungspunkt liegt nah, befindet sich die Schule doch in einem ehemaligen Industriegebäude. Das CBG wird in der Sekundarstufe I einen „lokalgeschichtlichen Rucksack“ packen, außerdem soll es im Sek II Bereich einen Zusatzkurs geben. Zudem ist an beiden Schulen ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrern und Stadtarchiv geplant, unter anderem auch gezielte Fortbildungen. Außerdem unterstützt das Stadtarchiv die Schülerinnen und Schüler bei Facharbeiten oder der Teilnahme an Gesichtswettbewerben. „Wir möchten vermitteln, wie gute Recherchearbeit funktioniert. Dazu gehört es beispielsweise auch, Quellen kritisch zu hinterfragen“, so Dr. Stefan Sudmann.